24.9.2016: Rwanda Cultural Day

Aus aller Welt reisten am 24. September mehr als 2000 Gäste nach San Francisco, Kalifornien, zu dem "Rwanda Cultural Day", um gemeinsam einen Tag lang die ruandische Kultur zu zelebrieren.
Organisiert von der Regierung Ruandas sowie der ruandischen Community in Kalifornien, richtete die Veranstaltung den Fokus besonders auf die Rolle, die die Kultur bei dem Wiederaufbau des Landes nach dem Genozid 1994 einnahm und noch immer einnimmt.

Das Programm des Tages beinhaltete z.B. den Auftritt des Nationalballetts Ruandas (Urukerereza). Die Tänzer inszenierten verschiedene Szenen, die zentral für die ruandische Kultur sind, darunter die Zeremonie der Namensgebung eines Neugeborenen, eine Hochzeit oder den Austausch von Geschenken. Daneben bot die Veranstaltung eine Ausstellungs- und Verkaufsplattform für Händler aus Ruanda, die traditionell ruandische Waren wie Gewänder, Dekorationsgegenstände, Tee, Kaffee oder andere Lebensmittel verkauften.

Mehrere der geladenen Sprecher hoben die Einzigartigkeit von Ruanda und dem Wesen seiner Einwohner hervor. Der US-amerikanische Pastor Rick Warren nannte in diesem Zuge die auffallende Resilienz der Menschen, ihren Willen nach Vergebung, die Integrität der politischen Führung und einen starken Sinn für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Unternehmer Michael Fairbanks sprach davon, dass in seinen Augen insbesondere das gegenseitige Vertrauen innerhalb des Volkes und der Wille, Probleme gemeinsam zu lösen, das Geheimnis von Ruandas Wiederauferstehung seien.

Ehrengast des "Rwanda Cultural Day" war Präsident Paul Kagame, der mit der First Lady, Jeannette Kagame anreiste. In seiner Rede wandte er sich an Ruander im Land sowie in der Diaspora und rief sie dazu auf, ruandische Traditionen, Kulturelemente und Werte mehr ins Zentrum ihres Lebens zu rücken. Kultur sei der Kleber, der die Menschen zusammenhält. Auch er betonte die starke Verbundenheit unter den Menschen Ruandas und ihren Kampfgeist. Einen besonderen Appell richtete Kagame an die Jugend und ermutigte junge Ruander, ihre ruandische bzw. afrikanische Identität zu beschützen und mit Stolz zu tragen - egal wo auf der Welt man sei.